Presseerklärung zur KWL-Stromausschreibung

Die Signale von Paris kommen in Bienenbüttel nicht an

Im Abstand von zwei Jahren wird für die gemeindlichen Liegenschaften die Stromversorgung neu ausgeschrieben.  Die Gemeindeverwaltung hat in ihrer Vorlage  die Beauftragungvon sogenanntem „Normalstrom“ für die nächste Versorgungsperiode vorgeschlagen. Der Bezug von „Ökostrom“ würde zu Mehrkosten führen. Sie  begründet ihren Vorschlag mit der Verpflichtung, sparsam mit Steuermittel umzugehen.
Die Mehrkosten werden mit 0,1ct/Kwh angegeben. Im Ratsbrief 4/2105 vom 12.10.2015 des Niedersächsischen Städte-und Gemeindebundes, der sich auch mit den Stromausschreibungen für 2016/2017 beschäftigt,  wird von durchschnittlichen Mehrkosten für „Ökostrom“ von nur  0,05ct/Kwh berichtet.
Für die Gemeinde Bienenbüttel würde es sich um Mehrkosten von unter 1000 € im Jahr handeln.
Ein verschwindend geringer Anteil an den zu erwartenden Kosten des Stromverbrauches der Gemeinde. Die zu erwartenden Kosten des Klimawandels lassen die Sparbemühung der Gemeindverwaltung geradezu absurd erscheinen.
Wir möchten darauf hinweisen, dass der Gemeinderat im letzten Jahr leider mehrheitlich beschlossen hat, der WTG für die Ergänzung der Weihnachtsbeleuchtung einen Betrag von 4500 € zur Verfügung zu stellen.  So können auch Prioritäten gesetzt werden!
Die Signale der Klimakonferenz von Paris, die Aussagen der Bundes-und der Landesregierung zur notwendigen Veränderung der Energiepolitik  sind bei den Verantwortlichen in der Gemeinde und bei den Fraktionen der CDU und der KA nicht angekommen.
Die Fraktion Bündnis90/DieGrünen fordert eine jährliche Erfassung aller Stromverbräuche der gemeindlichen Liegenschaften.  Schätzungen helfen uns nicht weiter. Nur durch eine konkrete Erfassung , kann der Verbrauch eingeschätzt und gegebenenfalls gegengesteuert werden.

Fraktion Bündnis90/DieGrünen
Im Gemeinderat Bienenbüttel
07.Februar 2016

Reinhard Schelle-Grote

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