Presseerklärung – „Häuschen im Grünen oder Häuschen im Grauen“

das ist hier die Frage.
Und Diese wurde am Dienstag den 26.04.2016 im Bauausschuss verhandelt.
Um was geht es?
Die Gemeindeverwaltung möchte die bisher zulässige Fläche der Versiegelung der Grundstücke im Baugebiet Wellbruch II erweitern.
Dieser Wunsch soll von Bauherrn und Investoren an die Gemeindeverwaltung herangetragen worden sein.
Aus gutem Grund wurde die Grundflächenzahl bisher in Bienenbüttel auf 0,3 festgesetzt.
Aus unserer Sicht sollte die Größenordnung der Versiegelung von Bodenflächen durch Bebauung und Pflasterflächen begrenzt werden.
Jede Versiegelung von Bodenflächen ist ein Eingriff in die Natur und behindert den natürlichen Abfluss und die Versickerung von Oberflächenwasser.
Angesicht zu erwartender Starkregenfälle ist auf versiegelten Flächen mit Überschwemmungen zu rechnen. Ob die geplanten Entwässerungsmulden, die Wassermassen überhaupt bewältigen können ist fraglich.
Die von der Gemeindeverwaltung geforderte größere zulässige  Versiegelung ist bedauerlicherweise durch die Niedersächsische Bauordnung  möglich.
Sie steht aber im Widerspruch zu dem Entwurf eines Regionalen Raumordnungsprogrammes, in dem immer wieder auf die Vermeidung von unnötiger Versiegelungen hingewiesen wird.
Die  im Bauausschuss mit Mehrheit abgestimmte Erhöhung der Grundflächenzahl, kann je Grundstück eine weitere Versiegelung von 20-30 m2 bedeuten.  In der Summe bedeutet dies ein Fläche von ca. 1000 m2 im Baugebiet Wellbruch II.
Insofern kann die Frage, ob das Haus im Grünen steht oder im Grauen,(also Betonplatten,Pflastersteine etc)steht, durchaus gestellt werden.

Fraktion Bündnis90/Die Grünen
Im Gemeinderat Bienenbüttel
Reinhard Schelle-Grote

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