Mehr Grün in Bienenbüttels Bahnhofstraße

Vielen BienenbüttlerInnen ist die Freude auf die Neugestaltung und den Umbau der Bahnhofstraße schon vor Baubeginn gründlich vergangen, als das Vorhaben mit dem rigorosen Absägen aller 18 prächtigen Linden begonnen hatte. Die meisten BürgerInnen der Einheitsgemeinde wurden von diesen Plänen überrascht und fühlten sich erst durch die Zeitung von dem Fälltermin informiert. Damit wurde eine Welle der Empörung losgetreten. Keine guten Bedingungen für eine so entscheidende, teure Baumaßnahme der Gemeinde.

Und damit nicht genug: Beim genaueren Beleuchten der Planungsunterlagen muss man feststellen, dass in Zukunft noch weniger Grünflächen als vorher die Straße säumen werden. Zwar ist die Zahl der (geplanten) Bäume nahezu gleich geblieben, aber die Baumscheiben, die unversiegelten Flächen um den Baum herum, die für das Gedeihen des Baumes von entscheidender Bedeutung sind, sind zum Großteil nur halb so groß wie vorher. Und das bedeutet in Zeiten der Trockenheit für die Bäume unnötigen Stress (auf größeren Inseln kann mehr Wasser gespeichert werden), und es bedeutet auch für uns BürgerInnen weniger schöne, gut gewachsene und dadurch Schatten spendende Bäume.

Wir begrüßen es sehr, dass nun statt der Apfeldorn-Bäume wieder Linden gepflanzt werden sollen.

Das vorher einigermaßen grüne, lebendige Ortsbild entstand zum einen durch die schönen Linden, aber zum großen Teil auch durch die relativ großen Bauminseln, die überwiegend mit inzwischen sehr großen Buchsbaum-Büschen bewachsen waren. Diese großen grünen Inseln fallen jetzt weg, es entstehen bei fast gleicher Anzahl neuer Bäume 2-3 Parkplätze zusätzlich, was nur möglich wird durch den Wegfall der Grüninseln.

Unter diesen Gesichtspunkten ist die z.T. aus Dorferneuerungsgeldern finanzierte Maßnahme keine Verbesserung für den Ort, sondern nach dem überflüssigen Abholzen der Linden ein weiterer Schritt in die falsche Richtung, nämlich hin zu deutlich mehr versiegelten Flächen als vor dem Umbau.

Engagierte BürgerInnen haben sich die Mühe gemacht, die Planungen zu überprüfen.

Sie haben bei der Gemeinde/Baubehörde ihr Interesse kundgetan, die Anpflanzung der neuen Linden mit zu gestalten. Dies wurde positiv aufgenommen.

Ohne weiteren Aufwand, und ohne Mehrkosten (vielleicht sogar mit einer Kostenersparnis) könnten die zu kleinen Inseln vergrößert werden. An fast jeder Pflanzstelle kann die vorgesehene kleine Bauminsel entweder bis zur Straßeneinmündung oder bis zum anschließenden Parkplatz erweitert werden. Die Büsche und Blumen werden die Ränder der Inseln ohnehin überwachsen, sodass es allein auf die möglichst große Fläche und nicht auf die Form der Fläche ankommt. Immerhin können auf diese Weise bis zu 80 Quadratmeter mehr Grünflächen geschaffen werden! Ein ganz wesentlicher Aspekt in Zeiten des sich aufheizenden Klimas!

 

Wir bitten und fordern:

Die Bauminseln an den von uns gekennzeichneten Bereichen im Sinne eines natürlichen Baumwachstums zu vergrößern!

Wir regen darüber hinaus an – auch als Ersatz für die gefällten Linden-, an weiteren Stellen weitere Bäume zu pflanzen.

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