LINDEN STATT LINDEN ?


Katinka Koke
29553 Bienenbüttel
Katinka.Koke@gmx.de

 

Bienenbüttel, den 18.05.2011

Pressemitteilung:

LINDEN STATT LINDEN ?

Linden sollen wieder durch Linden ersetzt werden?

Sie erinnern sich?

In der Bienenbüttler Bahnhofstraße wurden in einer sog. Eilaktion Linden gefällt, zwecks Dorferneuerung, hieß es. Es gab viele BürgerInnenproteste.
Zunächst sieht alles kahl aus. Doch dann sie sollen durch den hübschen Zierbaum „Apfeldorn“ ersetzt werden.

Nun beanstandet das Amt für Landentwicklung –aus guten Gründen- die Wahl des Apfeldorns und schlägt vor, wieder Linden zu pflanzen.

In der nächsten (morgigen) Bauausschusssitzung soll entschieden werden, ob man dem Ratschlag des Amtes für Landentwicklung folgt und wieder Linden (Art: Tilia Cordata „Rancho“) pflanzt oder einigen Anwohner zuliebe am alten Beschluss (Apfeldorn) festhält, auch wenn bekannt ist, dass dieser „Baum“ den Vorgaben der Dorferneuerung nicht genügt, erst durch künstliche Züchtung zu einem Baum wurde und anfällig für Feuerbrand sei.
Katinka Koke fragt sich, „wieso erst Linden gefällt werden mussten, um dann wieder neue Linden zu pflanzen?
Gemeinsam mit dem NABU Uelzen teile ich die Meinung, dass der kleinwüchsige Apfeldorn die volle Funktion eines vollwertigen Baumes nicht erfüllen kann.“

Der NABU schlägt der Gemeinde Bienenbüttel in einem Schreiben u.a. den Baumhasel oder die Rote Kastanie vor.

„Straßenbäume filtern Schadstoffe aus der Luft, spenden Schatten und reduzieren die Temperatur, erhöhen die Luftfeuchtigkeit,
binden Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff, mindern den Lärm des Verkehrs, verbergen den Blick auf nicht so schöne Häuserfassaden,
verringern die Windgeschwindigkeit im Straßenraum,
sind Lebensraum für Tiere, verbessern das Wohlbefinden der Menschen.
Die genannten Funktionen können aber nur wirksam werden, wenn die gepflanzten Bäume auch ausreichend große Kronen bilden.“

Katinka Kokke schließt sich dem NABU-Kommentar an: „Die Schatten spendenden, gesunden, prächtig gewachsenen Linden der Bahnhofstraße“ sollten „nicht durch Anpflanzungen ersetzt werden, die den Namen „Baum“ nicht verdienen, wie z.B. der vorgesehene „Apfeldorn“, denn dieser bleibt sehr klein und ist außerdem nicht heimisch.“
Die gefällten Linden (Art: Tilia Cordata „Greenspire“) waren stadtklimafeste, mittelgroße Bäume mit dichter, geschlossener Krone, anspruchslos, hitzetolerant, frosthart und nicht anfällig für Rotpusteln. Das WAR eine gute Wahl.


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