LESERBRIEF

Das Interview mit dem Vorstandsmitglied der KA vom 10.03.2016 in der AZ habe ich mit Interesse gelesen. Die  Gründung der KA  erklärt sich meiner Meinung nach mit der Auseinandersetzung um den damaligen Gemeindedierektor Hoffmann.
Der Hinweis im Interview auf die „etablierten Parteien“ und auf die Transparenz ist,  von einem KA-Mitglied geäußert, schon sehr gewagt.  Maßgebliche Gründungsmitlieder der KA kommen aus dem Umfeld der CDU.  Sie hatten offensichtlich vor 25 Jahren nicht die Möglichkeiten sich hier durchzusetzen. Vielleicht hatten sie auch auf die „Ochsentour“ in der Partei keine Lust.
Der damalige Zeitgeist, überall entstanden  Bürgerinitiativen und Wählergemeinschaften, machte es ihnen leicht. Sie gründeten ihren eigenen Verein. Eine Alternative war dieser aber nie.
Der Begriff „Transparenz“ hat in Bienenbüttel eine ganz besondere Tonlage. Das „Transparenz“ eine Herzensangelegenheit der KA sein soll ist schlicht unwahr.
Anträge zur Transparenz  der Grünen im Rat, es sollte ereicht werden, dass bis auf Personal-und Auftragsvergaben, alle Anträge und Anfragen im Gemeinderat behandelt werden, wurde insbesonders von der KA lautstark abgelehnt.
Es hätte dazu einer Änderung der Geschäftordnung beschlossen werden müssen.
Die völlig intransparente Vorgehensweise bei „Beteiligung“ der unmittelbar Betroffenen im Zusammenhang mit dem Umbau der Schule und der Verlagerung der Bibliothek, durch den Bürgermeister Franke, wurde von KA immer verteidigt.
Einen Antrag, einem Fachmann in der Ratssitzung ein fünfminütiges Rederecht einzuräumen, es ging um das Landschaftsschutzgebiet Süsing, wurde mit den Stimmen der KA abgelehnt.“Das gehört hier nicht her“, so ein KA-Mitglied im Rat.
Transparenz ist etwas anderes !
Der Hinweis der KA, dass sie freier agieren kann als ein Partei die Landes-und Bundesweit aufgestellt ist, wird von ihr immer gern vorgetragen. Das stört die KA aber nicht, eng mit der CDU zusammen zu arbeiten,  so dass Unterschiede nicht zu erkennen sind.
So schlimm kann  es  dann mit der „Unbeweglichkeit“ der Parteien doch nicht sein. Anders gesagt, die KA nutzt ihre angebliche Beweglichkeit und Unabhängigkeit nicht, sondern verschmilzt mit der CDU.
Da ihr Führungspersonal aus diesem politischen Bereich kommt, wundert das nicht.
Aus meiner Sicht handelt es sich bei der KA nicht um eine „Alternative“, sondern um einen CDU-Ableger.
Wer Veränderung in Bienenbüttel möchte, sollte diese Gruppe bei der Kommunalwahl nicht wählen.
Das Orginal ist die  CDU. Das Plagiat ist die KA.
Mit diesen beiden Gruppen wird es in Bienenbüttel  keine Veränderungen geben.

Reinhard Schelle-Grote
Bienenbüttel

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